26.07.2021 Beim Herrn suche ich Zuflucht!

Geistlicher Impuls

Täglich Kraft schöpfen

Herzlich willkommen zur Psalm- Meditation!

In dieser Woche lesen wir den 11. Psalm. Ein Psalm Davids.
Das Vertrauensvolle des Psalmbeters berührt. Ein Vertrauen, das nicht durch eine naive Weltsicht entsteht, der Psalmbeter schildert keine heile Welt, sondern weiss von sozialer Ungerechtigkeit und kriminellen Praktiken. Für mich ist dieser Psalm Aufruf und Ermutigung mich in schwierigen Situationen bei Gott zu bergen und aus dieser Position dem Unrecht die Stirn zu bieten.
Als Zeichen dafür, dass Jesus das Licht der Welt ist, zünden wir eine Kerze an.
Lassen wir uns durch diesen Psalm daran erinnern, zu wem wir in Krisensituation fliehen können.
Meine Zuflucht
111FÜR DEN CHORLEITER.
VON DAVID.
Beim Herrn suche ich Zuflucht!
Wie könnt ihr da zu mir sagen:
»Flieh in die Berge wie ein Vogel!«
2Seht nur, was die Frevler tun:
Sie spannen schon den Bogen!
Schussbereit liegt ihr Pfeil auf der Sehne.
Im finsteren Versteck zielen sie auf Menschen,
die ein ehrliches Herz haben.
3Ja, sie zerstören die Grundlagen der Ordnung.
Doch der Gerechte kann nichts dagegen tun.
4Der Herr ist in seinem heiligen Palast.
Der Herr hat seinen Thron im Himmel.
Seine Augen schauen herab auf die Menschen.
Er prüft sie, ohne mit der Wimper zu zucken.
5Der Herr prüft den Gerechten wie den Frevler.
Wer die Gewalttat liebt, den hasst er zutiefst.
6Er lässt glühende Kohlen auf die Frevler fallen –
einen Regen aus Schwefel und glutheißem Wind.
Das ist der Becher, der sie schuldig spricht.
7Denn der Herr ist gerecht, er liebt gerechte Taten.
Wer aufrichtig ist, darf sein Angesicht schauen.

Meditation von Elisabeth Mittelstädt:
Herr, Gerechtigkeit ist deine Leidenschaft. Ich lobe dich dafür und bete dich an! Das Unrecht schmerzt dich. Es verletzt dein Wesen, deine Natur. Es zerstört die Welt und Beziehungen. Es lässt dich nicht zur Ruhe kommen. Und du willst, dass wir, deine Kinder, uns für Gerechtigkeit einsetzen- in der Welt und in unserer Umgebung. Es tut mir leid, dass ich viel zu oft nur mit mir selber beschäftigt bin. Dein Herz ist so groß und so weit. Schenke mir deine Weite! Schenke mir dein Mitleiden!

                                              Stille
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Ich wünsche uns, dass wir in schwierigen Situationen immer wieder, wie der Psalmbeter sagen können: Bei Gott habe ich mich geborgen.
Wir beenden die Zeit der Stille und des Gebets, indem wir die Kerze löschen und in dem Bewusstsein: Jesus ist das Licht der Welt!
Liebe Grüße und ein herzliches Shalom
Adelheid Ulferts