02.08.2021 Meine Seele dürstet nach Gott

Geistlicher Impuls

Täglich Kraft schöpfen

Herzlich willkommen zur Psalm-Meditation!
In dieser Woche begleitet uns der Psalm 63. Ein Gebet aus Sehnsucht nach Gott.
Es gibt Zeiten, wo wir uns weit weg von Gott empfinden, dann fühlen wir uns ängstlich und verunsichert. Vieles vermag ein Gefühl des Abgeschnittenseins von Gott auslösen, z.B. Verlusterfahrungen oder Krisen, in denen wir den Eindruck haben, Gott hätte uns einfach vergessen. Eine andere Ursache kann in Versagen liegen, wenn die Angst uns im Nacken sitzt, Gott könnte uns zurückweisen oder verdammen. Bei David ist es im folgendem Psalm so, weil ihm in seiner Einsamkeit der Rückhalt der Glaubensgemeinschaft fehlte. Dieses Gefühl führt zum tiefsten Schmerz im Leben eines Menschen und zu dem innigen Verlangen nach Gott!
Wie sieht das bei uns aus? Was hat die Pandemie in uns ausgelöst? Auch uns fehlt der Rückhalt der Glaubensgemeinschaft. Wie froh können wir sein, dass wir wieder Gottesdienste feiern können.

Als Zeichen dafür, dass Jesus das Licht der Welt ist, zünden wir die Kerze an.
Suchen wir gemeinsam mit David nach unserem Gott.
Meine Seele dürstet nach Gott
631EIN PSALM, VON DAVID,
ALS ER IN DER WÜSTE JUDA WAR.
2Gott, du bist mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Mein Leib schmachtet nach dir im dürren Land,
er lechzt nach Wasser, aber es ist keines da.
3So halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum.
Ich will deine Kraft und Herrlichkeit erfahren.
4Ja, deine Güte bedeutet mir mehr als das Leben.
Meine Lippen sollen dich loben.
5So will ich dich preisen mein Leben lang.
Mit deinem Namen auf den Lippen
erhebe ich meine Hände zum Gebet.
6Wie von Speise und Trank wird meine Seele satt.
Lauter Jubellieder kommen von meinen Lippen.
7Oft lag ich in meinem Bett und dachte an dich.
Ich durchwachte Nächte und überlegte mir:
8Du bist es gewesen, der mir geholfen hat!
Im Schatten deiner Flügel preise ich dich.
9Meine Seele klammert sich an dich.
Deine starke Hand hält mich fest.
10Doch diese Leute wollen mir grundlos ans Leben.
In die Tiefen der Erde sollen sie hinabstürzen.
11Der Gewalt des Schwerts soll man sie ausliefern.
Sie werden zur sicheren Beute für die Schakale.
12Aber der König darf sich freuen über Gott!
Jeder darf sich rühmen, der bei ihm geschworen hat.
Ja, endlich wird den Lügnern das Maul gestopft!

Obwohl David sich in der Wüste befindet, jubelt sein Herz. Warum?
Weil er empfand, dass das Wissen, Gott meint es gut mit mir, besser ist, als einfach die äusseren Segnungen des Lebens zu haben. Auch wir dürfen wissen, dass die Gnade oder Güte Gottes in allen Umständen über unserem Leben steht. So können wir uns allezeit im Herrn freuen, und das ist weit mehr, als zufrieden zu sein, solange gute Lebensumstände herrschen.
„Ja, Gott deine starke Hand hält mich! Danke dafür. Dir gehört mein Lob!“
                           
                                                                  Stille
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Wir beenden die Zeit der Stille und des Gebets, indem wir die Kerze löschen und in dem Bewusstsein:
Jesus ist das Licht der Welt!
„ Träumende und Sehnende finden sich nicht mit der vermeintlich unveränderbaren Realität ab, sondern malen Bilder der Zukunft, die über die Wirklichkeit hinausgehen. Dabei kann Sehnsucht eine ungeheure Kraft entfalten.“  Margot Käßmann
Wie sieht Ihr Bild aus?
Liebe Grüße und ein herzliches Shalom
Adelheid Ulferts