14.03.2022 Psalm 35

Geistlicher Impuls

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Täglich Kraft schöpfen

Herzlich willkommen zur Psalm-Meditation!
In dieser Woche begleitet uns der Psalm 35. Die Verse1-16.
Viele wissen mit diesem Psalm nichts anzufangen, weil er voller Rachegedanken ist. David leidet unschuldig, weil sein Zorn ergießt sich einer Flut leidenschaftlicher Worte. Da ist nichts zu spüren von „so darf ich nicht fühlen“. Geistliche Reife bedeutet nicht, alle Höhen und Tiefen der Gefühle hinter wohltemperierter Ausgeglichenheit zu verbergen, sondern vielmehr stark und tief zu empfinden. Entscheidend ist dabei aber nicht so sehr, wie oder was wir fühlen, sondern wie wir mit diesen Gefühlen umgehen. David zeigt es uns.
Als Zeichen dafür, dass Jesus Christus das Licht der Welt ist, zünden wir eine Kerze an und lesen den Psalm 35, die Verse 1-16. Wir lesen die BasisBibel.
Gott tritt für mich ein
351VON DAVID.
Führe den Streit, Herr, mit denen,
die gegen mich streiten!
Führe den Kampf mit denen,
die gegen mich kämpfen!
2Nimm Rundschild und Langschild!
Steh auf und komm mir zu Hilfe!
3Zücke Speer und Streitaxt!
Richte sie gegen meine Verfolger!
Sag zu mir: »Ich bin deine Rettung!«
4In Grund und Boden sollen sich schämen,
die mich zur Strecke bringen wollen.
Rot vor Scham sollen zurückweichen,
die auf mein Unglück aus sind.
5Sie sollen sein wie die Spreu im Wind,
wenn der Engel des Herrn sie vertreibt.
6Ihr Weg soll dunkel sein und spiegelglatt,
wenn der Engel des Herrn sie verfolgt.
7Denn grundlos legten sie ein Netz für mich aus,
grundlos haben sie mir eine Grube gegraben.
8Verderben soll über den Übeltäter kommen,
ohne dass er es merkt.
In dem Netz, das er heimlich ausgelegt hat,
soll er sich selbst verfangen.
So wird er in sein Verderben stürzen.
9Ich aber jubele über den Herrn
und freue mich über seine Hilfe.
10Mit allen Gliedern meines Körpers bekenne ich:
»Herr, wer ist wie du?«
Du rettest den Armen vor dem,
der stärker ist als er.
Du schützt den Armen und Wehrlosen vor dem,
der ihn berauben will.
11Gewalttätige Zeugen treten gegen mich auf.
Sie fragen mich Dinge, die ich nicht weiß.
12Gutes vergelten sie mir mit Bösem.
Sie trachten mir nach dem Leben.
13Doch einst, als sie krank waren,
habe ich aus Mitleid Trauerkleider angezogen.
Mit Fasten habe ich mich geplagt
und immer wieder für sie gebetet.
14Ich ging umher wie in Trauer
um einen Freund, um einen Bruder.
Ich beugte mich in den Staub,
wie man seine Mutter beklagt.
15Doch als ich selbst ins Unglück stürzte,
liefen sie voller Schadenfreude zusammen.
Ja, sie taten sich gegen mich zusammen!
Fremde, die ich überhaupt nicht kannte,
zerrissen vor Empörung ihre Kleider.
Sie hörten nicht auf zu schimpfen.
16Als ich bedrückt davonhumpelte,
verspotteten sie mich als einen Krüppel.
Drohend zeigten sie mir die Zähne.

Alles scheint über den Beter zusammen zu brechen-wenn er nicht bei Gott Halt fände. Gott ist einzigartig: Er rettet die Elenden vor denen, die ihnen zu stark sind. Er bewahrt die Armen
                                                 Stille
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Und plötzlich tut sich vor dem angefeindeten und verängstigten Beter ein Spalt auf in dieser Mauer der Anfeindung, die sie um ihn gezogen haben: Er kann sich an Gott freuen und kann fröhlich werden, denn Gott ist auf seiner Seite. Und das wünsche ich auch uns: Mögen wir immer wieder erkennen, dass Gott auf unserer Seite ist.
 Wir beenden die Zeit der Stille und des Gebetes, indem wir die Kerze löschen.
Einen schönen Abend und ein herzliches Shalom wünscht Ihnen
Adelheid Ulferts