15.04.2022 Gedanken zum Karfreitag

Geistlicher Impuls

Täglich Kraft schöpfen

Gedanken zum Karfreitag 2022   (Albig Kirche)


Ein Gebet für diesen Tag

Christus,
du hast alles gekannt und alles erlebt:
verraten und verkauft von Judas,
geleugnet und abgeschrieben von Petrus,
von Ferne beobachtet von den Jüngern –
hast du durch Not und Tod
das Vertrauen zu deinem Vater,
unserem Gott, nicht begraben.
Als alle dich im Stich ließen,
hast du dich nicht von ihnen losgesagt.
Als sie dich aufs Kreuz legten,
hast du um Verständnis gebeten:
Vergib ihnen, Vater, sie wissen nicht, was sie tun.

Christus,
du hast Gott mehr gehorcht als den Mächtigen,
und deine Fahne hast du nicht in den Wind gehängt.
Du hast dich von ihnen nicht abhängig gemacht,
sondern hast bis in den Tod auf Gott gesetzt.
Bis zum letzten Atemhauch
bist du eingestanden für die, die dich bloßstellten,
die dir die Kleider vom Leibe rissen und dich schlugen.
Du hast sie nicht verflucht, nicht sie, nicht Gott.
Du hast deinem Vater, unserem Gott,
vertraut,
vertraut bis in das Reich des Todes.
Amen.


Karfreitag – wir erinnern uns an den Tod Jesu.
Das Leid ist Wirklichkeit gewesen in seinem Leben,
auch Hohn und Spott, Verfolgung,
Anfeindung und Bosheit,
all das wurde ihm entgegengebracht, hat er erlebt.

Und nun?
Jesus hängt am Kreuz und sein Sterben beginnt....
... tröstend.
Er stirbt getröstet und tröstend zugleich.
Sein Tod ist ein Tod in Gottesgewissheit.
Trotz allem!
Trotz Verleumdung, Verrat, Geißelung und und und ...
fühlt sich Jesus eingehüllt in die Gewissheit,
dass Gott ihm nahe ist und ihn trägt.
 Doch Jesus fühlt sich nicht nur eingehüllt in Gottes Liebe,
er ist es auch!!!
So kann Jesus sich voll und ganz Gott überlassen.

„Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!“ ,
spricht er am Kreuz.
In unbedingtem Vertrauen legt Jesus sein Leben und Sterben in Gottes Hände.
Und er stirbt.
Er stirbt den Tod am Kreuz.


Segensbitte

Gott,
führe uns vom Tod zum Leben,
von Falschheit zu Wahrheit.
Führe uns von Verzweiflung zu Hoffnung,
von Angst zu Trost.

Gott,
segne uns mit der Gewissheit,
dass der Stein vor dem Grabe
aufgehoben wird in der Nacht,
führe uns durch unsere Trauer
in eine neue lebendige Kraft
und lass es geschehen,
dass auch wir dann aufbrechen können.


Es segne und behüte uns
Gott, der Allmächtige,
der Vater, der Sohn
und der Heilige Geist. Amen